Aktuelles Programm

english version of the comprehensive accompanying program
la version française: un ample programme accompagnant

Eröffnung Montag, 26.11.12, 16 Uhr, Café IBIS

Vortrag und Buchvorstellung
04. Dezember 2012, 18 Uhr, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg.
Achtung Raumänderung: Neuer Raum S 2 206 (Sportgebäude)
Vortrag und Diskussion mit Miltiadis Oulios
Der Journalist Miltiadis Oulios stellt sein Buch zur Ausstellung: »blackbox: Abschiebung« vor (erscheint im Januar 2013), in dem er fragt, was Abschiebung eigentlich in einer Welt der Mobilität bedeutet und unter welchen Umständen sich die Institution »Abschiebung« abschaffen lässt.
Nach einem Vortrag ist Raum für Fragen und Diskussion mit Miltiadis Oulios.

Film und Diskussion
10./11./13. Dezember 2012, 20.15/18.00/18.00, Cine k
Revision
Am 29. Juni 1992 entdeckt ein Bauer im Osten Deutschlands zwei leblose Körper in einem Maisfeld. Es handelt sich um rumänische Staatsbürger, die beim Versuch, die EU-Außengrenze zu überschreiten, von Jägern erschossen wurden. Wurden die zwei Rumänen tatsächlich mit Wildschweinen verwechselt? Vier Jahre später kommt es zum Prozess. Das Urteil: Freispruch. Nur die Familien der Toten erfahren davon nichts. REVISION ist die filmische Aufarbeitung eines Falls, der eigentlich längst abgeschlossenen schien. Warum sterben zwei Männer eines schönen Sommermorgens auf einem Feld? Die Frage animierte die beiden Filmemacher dazu, sich intensiv mit den Ermittlungsak ten zu beschäftigen – und mit den Angehörigen der Toten und ihrer Erinnerung.REVISION deckt eine derjenigen unzähligen Geschichte auf, die zum Schweigen ge bracht wurden. Die antirassistische Wendung der Perspektive ermöglicht eine andere Sicht auf die rassistischen Verhältnisse der BRD.
3-5 Euro Eintritt für Menschen, die sich das leisten können.
Mehr Infos under Trailer hier.

Vortrag und Diskussion
13. Dezember 2012, 19:30 Uhr, ALSO
Abschiebung von Roma aus Niedersachsen und der Widerstand dagegen
Ein Vertreter des Roma Center Göttingen und der kampagne alle bleiben! wird über die aktuelle Abschiebepolitik gegen Roma berichten. In ganz Deutschland – aber insbesondere in Niedersachsen – sollen nach dem Willen einiger Innenminister mehrere Tausend Roma aus ihrem bisherigen Leben gerissen und in Armut und Verfolgung abgeschoben werden. Gegen diese Politik richtet sich aber auch Widerstand – nicht zuletzt auch von selbstorganisierten Roma-Gruppen.
Infos vom Roma Center Göttingen

Vortrag und Diskussion
18. Dezember 2012, 19 Uhr, IBIS
Diskussion zur Ausstellung mit Flüchtlingsaktivist_innen aus dem Antira-Plenum in Oldenburg
Das Antira-Plenum Oldenburg möchte einen Raum für Austausch und Diskussion von Themen schaffen, die in der Ausstellung behandelt werden, wie Fluchtgründe, institutioneller Rassismus und Alltagsrassismus. Wir laden dazu ein, die Ausstellung als Anlass zu nehmen, um über diese und andere Themen ins Gespräch zu kommen!

Film und Diskussion
Montag, 14. Januar 2013, 20:15 Uhr, Cine k
»Ausländer raus!« Schlingensiefs Container
Schlingensief inszenierte nach der Wahl der FPÖ ein interaktives Konzentrationslager im touristischen Zentrum Wiens. Österreich drehte durch: Tausende herumschreiende Menschen vor Ort, fast eine Million übers Internet. Messerangriffe, Schlägereien, politische Intrigen. Eine unglaublich aufgeheitzte Woche, die den europäischen Rechtsruck in Echtzeit einfängt.
Ein Film von Paul Poet. 3 bis 5 Euro Eintritt für Menschen, die sich das leisten können.
Mehr Infos hier.

Vortrag und Diskussion
17. Januar 2013, 18.30 Uhr, IBIS
Aktuelle Situation des internationalen Flüchtlingsschutzes
Der Leiter der UNO-Flüchtlingshilfe Dr. Reinhold Friedl lädt zum Neujahrsempfang  im Café Ibis ein. Der Geschäftsführer der UNO-Flüchtlingshife, Dirk Sabrowski (Bonn), wird über seine Ehrfahrungen und Einschätzungen zur aktuellen Situation des internationalen Flüchtlingsschutzes sprechen. Dazu sind alle Mitveranstalter und deren Freunde/Freundinnen herzlich eingeladen.

Podiumsdiskussion
21. Januar 2013, 19 Uhr, IBIS
Institutionalisierter Rassismus aus der Perspektive antirassistischer Initiativen aus Oldenburg
– Das Antira-Plenum wird von den politischen Auseinandersetzungen rund um die alltägliche Diskriminierung von Flüchtlingen (Residenzpflicht, Arbeitsverbot, Massenunterbringung, Abschiebung) berichten.
– Die Arbeitslosenselbsthilfe Oldenburg (ALSO) geht der Frage nach, was sich nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts gegen das Asylbewerberleistungsgesetz in der Sozialgesetzgebung für Menschen ohne EU-Pass verändert.
– Das Gutscheinbündnis wird über das rassistische Gutscheinsystem, den selbstorganisierten Umtausch durch antirassistische Zusammenhänge und den Stand der Dinge im Kampf um seine Abschaffung berichten.
– Die Antidiskriminierungsstelle von IBIS wird sich mit Diskriminierungserfahrungen von Flüchtlingen und den Möglichkeiten und Grenzen des AGG (Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz) in diesem Zusammenhang beschäftigen.

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Blackbox Abschiebung kommt nach Oldenburg

Die Medieninstallation Blackbox Abschiebung thematisiert das Schicksal von Menschen, die gerne geblieben wären. Wir – ein Bündnis aus Oldenburger Initiativen und Einzelpersonen, die sich für das Recht zu bleiben und gegen die rassistische Praxis der Abschiebungen einsetzen – organisieren die Medieninstallation und ein umfassendes Begleitprogramm:

(Vorläufiges) Programm:
26.11.2012 – 25.01.2013 Medieninstallation Blackbox Abschiebung mit Ausstellungsbegleitungen
26.11.2012 Eröffnungsveranstaltung
04.12.2012 Vortrag und Diskussion mit Miltiadis Oulios
10./11./13.12.2012 Revision
13.12.2012 Abschiebung von Roma aus Niedersachsen und der Widerstand dagegen
18.12.2012 Diskussion über die Ausstellung mit Flüchtlingsaktivist_innen vom Antira Plenum in Oldenburg
14.01.2013 „Ausländer raus!“ Schlingensiefs Container
17.01.2013 Aktuelle Situation des internationalen Flüchtlingsschutzes
21.01.2013 Podiumsdiskussion zu institutionalisiertem Rassismus

Die Blackbox-Realität
Abschiebung ist Alltag: Jedes Jahr werden etwa 10.000 Menschen aus der Bundesrepublik Deutschland abgeschoben. Wie ihr Leben weitergeht, nachdem sie mitten aus ihrem Alltag gerissen wurden, bleibt oft im Verborgenen. Aus der realen »Blackbox Abschiebung« finden die Geschichten und Bilder nur selten in die BRD zurück.

Die Blackbox-Idee
Neun Personen, die abgeschoben worden sind, erzählen ihre Geschichte in Videointerviews und Digitalkamera-Aufnahmen. Sie dokumentieren so ihre Abschiebung und die Ankunft im Zielstaat und berichten als Reporter_innen über ihr Leben nach der Abschiebung. Die Speicherkarten der Kameras haben sie zurück in die Bundesrepublik geschickt.

Die Medieninstallation Blackbox
In einem Blackbox-Wohnzimmer aus Gebrauchtmöbeln steht ein Fernsehgerät. Es könnte das Wohnzimmer eines der Abgeschobenen sein. Diese können aber nur noch über den Bildschirm von sich erzählen. Das Programm, das auf dem Fernseher in Endlosschleife läuft, ermöglicht den Besucher_innen Einblicke in Lebensrealitäten, die oft im Dunkeln bleiben.

Medieninstallation von Ralf Jesse und Mark Terkessidis.
Ein Projekt von RUHR.2010 und dem Institute for Studies in Visual Culture, gefördert vom Fonds Soziokultur.

Workshops und Ausstellungsbegleitung
Das Antira-Plenum Oldenburg und das Courage-Projekt der DGB-Jugend Niedersachsen bieten gemeinsam ausstellungsbegleitende Workshops an. Schulklassen und Jugendgruppen können Termine und Themen, sowie den zeitlichen Umfang der Workshops individuell vereinbaren. Für Anmeldungen und Nachfragen: blackbox.workshops[at]gmail.com

Medieninstallation »Blackbox Abschiebung«
IBIS, Clävemannstraße 16, Oldenburg
Öffnungszeiten
Montag – Donnerstag 10-17 Uhr
Freitag 10-20 Uhr
Eintritt zu allen Veranstaltungen (außer im cine k) frei

Das Projekt wird realisiert von:
Arbeitslosenselbsthilfe Oldenburg (ALSO); Antira Plenum Oldenburg; „Center for Migration, Education and Cultural Studies“ (CMC); Cine k in Kooperation mit dem Medienbüro Oldenburg e.V.; Courage-Projekt der DGB-Jugend; Fluchtmuseum e.V.; Gutscheinbündnis Oldenburg; IBIS – Interkulturelle Arbeitsstelle; UNO-Flüchtlingshilfe und vielen Einzelpersonen